Haarologie 4. Teil – EMOLLIENTIEN für Haare

Die Haarpflege besteht in der Lieferung von Vitaminen und regenerierenden Substanzen. Das ist aber noch nicht alles. Das Haar ist ständig der Beschädigung ausgesetzt, deswegen ist es besonders wichtig, es zu schützen und eine spezielle, schonende und gleichzeitig verschönernde Schicht zu bilden. Die Schutzschicht erlaubt den Toxinen nicht, unter die Schuppenschicht der Haare einzudringen und Wasser im Übermaß zu verlieren. Auf diese Art und Weise hat das Haar eine angemessene Feuchtigkeit. Einen solchen Schutzschild der Haare bilden Emollientien.

Das sind besonders kostbare Substanzen, die eine Grundlage der professionellen Haarpflege sein sollten. Emollientien sind jedem Haar notwendig – unabhängig von der Struktur, Dicke, Beschädigung oder Farbe der Strähnen. Der Schutz vor Sonne, UV-Strahlung, Hitze des Haartrockners und Haarglätters oder vor Toxinen aus der Umwelt ist die primäre Sache – ohne Schutz hat die Haarpflege keinen Sinn. Das Geheimnis der Emollientien besteht in der richtigen Dosierung. Eine zu große Menge kann die Haare schwer machen, was dazu führt, dass die Haare unästhetisch aussehen. Wenn es zu wenig Emollientien den Haaren geliefert wird, trocknen die Haare aus, elektrisieren, verlieren die Elastizität, plustern auf und werden steif. Es ist nicht zu vergessen, dass Emollientien ebenfalls Feuchtigkeit spenden, das Aussehen der Haare verbessern und den Glanz der Frisur verstärken.

Typen der Emollientien

1. Natürliche Öle und Buttersorten

Das ist die größte und populärste Gruppe von Emollientien. Natürliche Öle und Buttersorten sollten an die Struktur und Porosität der Haare angepasst werden. Sie sind die besten und effektivsten Substanzen, die das Haar nähren und regenerieren. Sie bilden eine dünne Schutzschicht auf der Oberfläche der Haare und liefern gleichzeitig viele Mineralstoffe, Vitamine, Fettsäuren und Nährstoffe in die inneren Haarstrukturen. Aus diesem Grund sollten sowohl Pflanzenöle als auch natürliche Buttersorten in die Haarpflege integriert werden. Die regelmäßige Haarpflege mit Ölen (minimal einmal pro Woche) schont und verschönert die Haare. Dank der Behandlung bekommen sie ebenfalls die notwendigen Nährstoffe.

2. Silikone

Das ist eine Gruppe von Polymeren, die auf der Oberfläche der Haare wirken. Sie bilden auf den Haaren einen zarten Schutzfilm und eine glatte Schicht, die eine Verschönerung der besonders strapazierten und trockenen Haare garantiert. Silikone sind Emollientien, die sich für das Haarstyling sehr gut eignen. Aus diesem Grund lassen sie sich in Lotionen, Haarsprays oder Schaumfestigers finden. Sie sind ebenfalls häufige Inhaltsstoffe der Produkte zum Hitzeschutz, die vor dem Föhnen oder Glätten aufgetragen werden. Es wäre am besten, solche Silikone zur Haarpflege zu wählen, die sich aus den Haaren einfach ausspülen lassen. Wenn sie problemlos abgewaschen werden, beschweren sie die Haare gar nicht. Es ist bemerkenswert, dass sich Silikone in 4 Gruppen gliedern können: von flüchtigen Silikonen (1), die aus Haaren verdampfen, über leichte – mit Wasser (2) und mit Shampoo (3) abwaschbare, bis zu schweren Silikone (4), die es sehr schwer ich, aus Haaren zu entfernen. Zum Ausspülen der schweren Silikone ist ein Shampoo mit SLS notwendig, also mit komedogenen Substanzen. Es wäre am besten, schwere Silikone zu vermeiden.

3. Wachse

Das ist eine Gruppe von Emollientien, die noch schwerer als pflanzliche Buttersorten sind. Sie haben eine feste Konsistenz und können Probleme bei der Anwendung bereiten, sie sind aber dank ihren pflegenden und schonenden Eigenschaften hoch eingeschätzt. Sie machen zudem die Haare weich. Das populärste Emolliens im Bereich der Wachse ist Bienenwachs (Cera Alba), das nicht nur zu Balsamen oder Haarmasken, sondern auch zu Mascaras zugegeben wird, weil es die Härchen glanzvoll macht.

Ein populäres, tierisches Emolliens ist noch Lanolin – das ist ein Wachs, das auf dem Vlies eines Schafs eine fettige Schicht bildet und es schützt. Lanolin wurde so populär, weil sein Aufbau dem Lipiden-Aufbau auf der menschlichen Hautoberfläche ähnlich ist.

Ein sehr interessantes Wachs, das sehr oft zu Pflanzenölen gezählt wird, ist Jojoba – das flüssige Pflanzenwachs, das meistens „Jojobaöl“ genannt wird. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Pflanzenöle und enthält Fettsäuren. Jojoba ist ein einzigartiges Emolliens, weil es Squalan enthält. Squalan erinnert im Aufbau an menschliches Sebum. Aus diesem Grund optimiert Jojoba die Absonderung des Talgs auf der Haut und beugt sowohl dem überschüssigen Einfetten als auch der Trockenheit der Haare vor.

4. Fettalkohole

Das sind alle zwei- und mehrwertige langkettige Ester, die zu keiner Beschädigung oder Austrocknung der Haare führen, ganz im Gegenteil – sie haben eine feuchtigkeitsspendende, hygroskopische und konditionierende Wirkung (sie binden die Wassermoleküle und verhindern den Wasserverlust). Auf diese Art und Weise werden die Haare weich und elastisch. Sie lassen sich zudem problemlos auskämmen. Die Fettalkohole gehören zu den sog. guten Alkoholen, die in die tägliche Haarpflege nicht nur integriert können, sondern sollen. Zu den populärsten Fettalkoholen gehören: Glyzerin, Cetyl Alcohol, Lanolin Alcohol, Cetearyl Alcohol, Lauryl Alcohol, Stearic Acid, Myrystyl Alcohol.

5. Paraffin und Erdölderivate

Paraffin und kosmetisches Petroleum sind Emollientien, die bei der Destillation des Erdöls entstehen. Das sind Substanzen, die natürlich entstehen.

Paraffin ist ein Gemisch von langkettigen, gesättigten Kohlenwasserstoffe. Das ist eine farblose und geruchslose, ein bisschen fettige und ölige Flüssigkeit, die allgemein als Paraffinöl bezeichnet wird. Das ist ein chemisch neutrales Emolliens – es verursacht keine Allergien oder Reizungen. Paraffin spendet Feuchtigkeit und verleiht den Glanz der Haare. Es schützt vor dem Wasserverlust und den Umweltverschmutzungen. Paraffin findet Anwendung im Rahmen der Haarpflege, weil es ein starkes und wirksames Emolliens ist. Es schützt die Haarspitzen vor der Beschädigung, deswegen ist es ideal als eine Emulsion gegen Spliss. Das Paraffinöl kann verschiedene Bezeichnungen haben. Als ein Inhaltsstoff der Kosmetikprodukte wird es meistens folgendermaßen genannt: Mineral Oil, Paraffin Oil oder White Oil. Paraffin ist eines der beliebten Emollientien, weil es die Haare glänzend und glatt sofort nach der ersten Anwendung macht. Es ist ein ideales Produkt zur Verbesserung des Aussehens der Haare.

Kosmetisches Petroleum – es ist seit vielen Jahren als eine Emulsion bekannt, die das Aussehen der Haare verbessert und das Volumen der Frisur vergrößert. Im Gegensatz zum Paraffin ist Petroleum ein Emolliens, das zur Irritationen der Kopfhaut führen kann. Es soll maximal 20 Minuten vor der Haarwäsche aufgetragen werden. Kosmetisches Petroleum erwärmt die Kopfhaut und verbessert die Durchblutung, was zum schnelleren Haarwachstum führen kann. Es bildet auf der Oberfläche der Haare eine Schicht, die für die angemessene Feuchtigkeit sorgt und verursacht, dass die Haare elastisch werden und nicht mehr elektrisieren.

6. Polymere

Das ist die letzte Gruppe von Emollientien. Polymere enthalten keine pflegenden Zutaten und sind ziemlich schwer und chemisch gefertigt. Diese Emollientien werden meisten in Haarstyling-Produkten angewendet, weil sie die Frisur sehr gut konditionieren und fixieren. Sie verleihen den Haaren zudem einen schönen Glanz. Polymere sind eine Gruppe von Emollientien, die mit einem reinigenden Shampoo entfernt werden. Eine häufige Anwendung der Substanzen kann zum Beschweren der Haare führen. Es ist zum Glück ganz einfach, sie bei der Haarwäsche zu entfernen.

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